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Montag, 26. Januar 2009

Anian Liebrand mit PNOS-Rhetorik und mit Neo-Nazi am Unterschriften sammeln!


Die JUSO Luzern ist schockiert über die Aussagen von Anian Liebrand (JSVP), welche heute im punkt.ch veröffentlich wurden.


Die Kantonsschule Musegg führt morgen einen Holocaust-Gedenktag durch. Es ist die Aufgabe unserer Schule diese wichtigen historischen Tatsachen und die Notwendigkeit einer toleranten Gesellschaft zu vermitteln. Beim Gedenktag der Kantonsschule geht es nicht nur um den Holocaust, sondern auch um anderer Völkermorde, welche ihren Ursprung im Rassismus und der Intoleranz haben.

Die Aussage Liebrands wonach damit nicht „die einzigartige Schweizer Geschichte“ gelehrt wird, sondern „den Schweizern eine Mitschuld am Holocaust untergejubelt wird.“ ist nichts anderes als widerlich. Solche Aussagen muss man sich sonst nur von Rechtsextremen und Neonazis anhören. Anian Liebrand zeigt zudem ein sehr kleines geschichtliches Verständnis, wenn er vom „heftigen Widerstand“ der Schweizer spricht und dabei ausblendet, dass Gespräche zwischen Nationalsozialisten und Bundesräten stattfanden – und gewisse Strömungen den Anschluss an das dritte Reich sogar forderten. Auch an der Einführung des „Juden-Stempels“ war die Schweiz massgeblich beteiligt.

Was Anian Liebrand als „linke Geschichtsschreibung“ bezeichnet, sind belegte historische Tatsachen.

Keine Berührungsängste – posieren mit Neo-Nazi
Die Aussagen Liebrands strotzen von einer Rhetorik wie man sie sonst nur von der rechtsnationalen PNOS kennt. Dass Anian Liebrand sehr unverkrampft mit nationalsozialistischen Strömungen umgeht zeigen Bilder auf Facebook.
Ein gewisser Ivan Egli posiert dort mit Yvette Estermann (Präsidentin SVP Luzern), Michael Brügger (JSVP Luzern) und Anian Liebrand (Vizepräsiden JSVP Luzern). Dieser Ivan Egli präsentiert auf einem anderen Foto seine Tatoos. Am linken Oberarm prangt ein Hackenkreuz und auf dem rechten Unterarm steht der Wahlspruch der Waffen-SS: Meine Ehre heisst Treue.
Nach welchem Muster die JSVP reagieren wird, ist aus ähnlichen Fällen bekannt. Zuerst wird sie dementieren, dass die genannten Leute bei ihnen Mitglieder seien und falls es doch rauskommt mimen sie die überraschten.
Dass Ivan Egli aber dort nicht einfach zufällig am Unterschriften sammeln war zeigt ein Blick auf dessen Freundesliste. Dazu gehören mit Michael Brügger, Anian Liebrand und Pirmin Müller die drei wohl prominentesten JSVPler des Kantons Luzern. Zudem ist er in den Gruppen SVP, JSVP und JSVP Luzern Mitglied. Anian Liebrand wie auch Ivan Egli sind zudem in einer Gruppe, welche die Abschaffung des Antirassismus-Gesetzes fordert. Es ist nicht vorstellbar, dass keiner dieser Freunde dessen Tattoos oder zumindest die Fotos davon gesehen hat.
Deshalb ist es ratsam die Bilder zu speichern, da es auch hier sehr überraschend ist, dass solche Bilder öffentlich zugänglich sind. Normalerweise sind Rechtsextreme sehr viel vorsichtiger, insbesondere wenn sie bei der JSVP dabei sind.


Die Links zu den Bildern:

http://www.facebook.com/profile.php?id=1017757336#/profile.php?id=1017757336&v=photos

http://www.facebook.com/profile.php?id=1017757336&v=photos#/photo.php?pid=187554&op=1&o=global&view=global&subj=1017757336&id=1318852296

http://www.facebook.com/profile.php?id=1017757336&v=photos#/photo.php?pid=1020980&id=1017757336

Bedeutung von "Meine Ehre heisst Treue"

http://de.wikipedia.org/wiki/Meine_Ehre_hei%C3%9Ft_Treue


Dieser Vorfall ist kein Ausrutscher, er lässt tief in den Menschen Anian Liebrand blicken. Was da zum Vorschein kommt ist schockierend. Solche Leute dürfen keine Verantwortung in unserem politischen System übernehmen.


26.01.2009, JUSO Luzern