Dienstag, 19. Januar 2010
Die guten Profs laufen davon, überfüllte Klassenzimmer an den Kantis und weiterhin keine „Bildung für Alle“ - Sparpaket trifft die Jugend hart!
Die JUSO Kanton Luzern lehnt das Sparpaket 2011 über rund 35 Mio. Fr. des Kantons vehement ab und verurteilt insbesondere die geplanten Abbaumassnahmen
im Bildungsbereich.
Verantwortlich für den Leistungsabbau ist die bürgerliche Finanz- und Steuerpolitik. Diese hat mit wiederholten Steuersenkungen massive Löcher in die Staatskasse gerissen, welche nun mit den angekündigten Sparmassnahmen gestopft werden sollen. Wie schon bei der Reform 06 trifft es den Bildungsbereich besonders heftig. Es ist verheerend, auf dem Buckel der Jugend und der Studierenden zu sparen. Die JUSO Kanton Luzern lehnt dies dezidiert ab. Die bürgerlichen Vorwahlversprechen, sich für die Bildung einzusetzen entpuppen sich als reine Lippenbekenntnisse! Die Hochschullandschaft im Kanton Luzern konnte in den vergangenen Jahren erfreulicherweise kontinuierlich aufgebaut werden, hat sich einen guten Ruf verschaffen und ist bei Studierenden beliebt. Vom prosperierenden Hochschulstandort Luzern profitiert auch die Wirtschaft.
Die Senkung der Staatsbeiträge an die Uni Luzern, die Hochschule Luzern und die pädagogische Hochschule Zentralschweiz um gesamthaft gut 4 Mio. Fr. im Jahr 2011 und um mehr als 7 Mio. Fr. ab 2010 wird einen Knick in der Hochschulentwicklung zur Folge haben. Insbesondere bei der Hochschule und der PHZ ist zu befürchten, dass andere Zentralschweizer Kantone dem schlechten Luzerner Vorbild folgen und ihre Staatsbeiträge ebenfalls senken. Wie der Regierungsrat in seiner Botschaft selbst schreibt, besteht die Gefahr, dass Schlüsselpersonen abwandern könnten und das heute schon schlechte Betreuungsverhältnis sich noch verschlimmern wird. Dies und der zu befürchtende Angebotsabbau bereitet uns Sorgen.
Auch die geplanten Massnahmen an Kantons- und Fachmittelschulen lehnen wir klar ab. Die so genannte „Optimierung von Klassen“ wird kaum durchführbar sein und führt zu klar schlechteren Lern- und Lehrverhältnissen für die Betroffenen. Die geplante Integration von Kurzzeitgymnasiumsklassen in solche des Langzeitgymnasiums untergräbt die Idee und das System der beiden unterschiedlichen Bildungswege. Die Erhöhung der Elternbeiträge für den - notabene obligatorischen – Instrumentalunterricht der Schülerinnen und Schüler mit Schwerpunkt Fach Musik und Philosophie/Psychologie/Pädagogik sowie die geplante Erhöhung des Schulgeldes stehen in krassem Gegensatz zur „Bildung für Alle“ und verschlechtert die Chancengerechtigkeit und den Zugang zu den Gymnasien weiter.
Diesen Entwicklungen wird die JUSO Kanton Luzern mit Vehemenz entgegentreten. Wir werden die betroffenen Studierenden- und Schülerorganisationen kontaktieren und zusammen mit ihnen gegen den Bildungsabbau kämpfen!
JUSO Kanton Luzern, 19.01.2009