Freitag, 06. Februar 2004
Ohne Aufschütte?
Der so genannte Masterplan Stadt Luzern, mit welchem die Stadt ihre wirtschaftliche Zukunft in 30 Jahren planen will, schlägt vor, dass Luzern das linke Seeufer verbaut und Wellnessbäder und Schönheitskliniken hinstellt. Die Juso wehrt sich gegen dieses Vorhaben. Dies aber nicht nur, weil der Wellnesstrend in 30 Jahren wohl vorbei sein wird und weil dieses Angebot hauptsächlich ältere Leute in die Stadt ziehen würde. Auf dem Spiel steht nämlich auch die Aufschütte. Sie wurde nämlich vom Bericht als Entwicklungsgebiet deklariert. Gemeint ist dabei wohl kaum eine neue Wasserrutsche oder eine neue Würstchenbude. Vielmehr sollen wohl einige der Wellnesstempel den Platz des Freibads einnehmen. Diese brauchen nämlich direkten Zugang zum See, wie es im Masterplan heisst. Da mit dem geplanten neuen Hallenbad aber wohl die letzten noch freien Grünflächen am See verbaut werden sollen, müsste früher oder später wohl auch die Aufschütte weichen.Der Masterplan will aus Luzern nicht nur eine Stadt für Alte und Reiche, sondern wohl auch ohne Jugendliche machen. Dagegen werden wir uns aber entschieden wehren.
Marcel Budmiger, Luzern
Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 06.02.2004