Donnerstag, 04. Juni 2009
Kanton muss auf Distanz gehen
Zum Leserbrief «Bürgerliche sollen nach Sempach kommen», Ausgabe vom 3. JuniUeli Lang fordert in seinem Leserbrief, dass doch möglichst viele bürgerliche Leute an die Schlachtfeier kommen sollen. Dies sei als Gegendemonstration gegen die Rechten genug. Das ist sehr rührig und geht eigentlich auch in die richtige Richtung. Damit es aber eine Gegendemonstration wäre, müssten zuerst der Kanton Luzern als Organisator und die Besucher selbst sich klar von den Nazis distanzieren und sie als unerwünscht bezeichnen. Dass sich Nazis auch davon nicht abschrecken lassen, zeigte sich aber beim Rütli. Aber die Gesellschaft neigt dazu, viel zu schnell zu vergessen. Damit meine ich nicht nur die Ereignisse auf dem Rütli, sondern auch, was eine menschenverachtende Ideologie wie der Nationalsozialismus verbrechen kann, wenn man sie gewähren lässt. Der Aufruf von Herrn Lang ist zwar richtig, nur sollten dann die Bürgerlichen nicht auch noch mit den Nazis zusammen an den Apéro gehen.
Claudio Soldati,
Kandidat Grosser Stadtrat JUSOplus, Luzern