Montag, 24. November 2003
16-Jährige sind nicht zu dumm
Gerade heute, wo es so schwierig ist, eine Lehrstelle zu finden, wissen 16-Jährige, was es heisst, verantwortungsvoll zu sein und sich für etwas einzusetzen. Ansonsten hätten sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Mit 16 wechseln viele Jugendliche von der rein theoretischen Schulausbildung zu einer praktischen Ausbildung in einem Lehrbetrieb. Mit diesem Wechsel sollen sie auch gleich in der Erwachsenenwelt mitbestimmen dürfen und deshalb das Stimm -und Wahlrecht erhalten. Alle Abstimmungsentscheide, die heute gefällt werden, betreffen die Zukunft. Warum sollen also nicht diejenigen, die von solchen Entscheiden am längsten noch betroffen sein werden, ein Recht haben, mitzubestimmen?Ihrem Artikel ist zu entnehmen, dass sich Jugendliche selber nicht gross für ein Stimmrecht interessieren. Das ist auch logisch, in Anbetracht der Umstände, dass es dieses noch nicht gibt und dass es für junge PolitikerInnen fast nicht möglich ist, gewählt zu werden. Wenn es das Stimmrecht für 16-Jährige gibt, wird automatisch auch an Schulen und unter Jugendlichen anders über politischen Inhalt diskutiert, und es würden vermehrt Junge gewählt.
Schliesslich haben die Jugendlichen in der Schule ja lesen und schreiben gelernt, die Argumente und politischen Diskussionen in Zeitungen dürften also für alle verständlich sein!
Da viele Erwachsene PolitikerInnen nicht mehr den Mut haben, neue Vorschläge zu vertreten, braucht es dringend neue Gedanken und Änderungsvorschläge!
Neue Ideen braucht das Land - Stimmrechtsalter 16
Annette Mettler (16), 24.11.2003