Dienstag, 18. November 2003
Juso sagen trotz Vorbehalten Ja
red. Die Juso (Jungsozialisten) Luzern beschlossen an ihrer Mitgliederversammlung trotz Vorbehalten die Ja-Parole. Die missratene Luzerner Kulturpolitik soll nicht auch noch ein Wahrzeichen der Stadt in den Abgrund reissen, schreiben sie. Das KKL sei für Luzern "zu wichtig, um hier aus Trotz jegliches weitere Engagement der Stadt abzulehnen".Studers Rücktritt gefordert
Beunruhigend sei aber, dass die Bedingungen für die Alternativkultur laufend schlechter würden und nun auch der Mainstreambereich unter Druck gerate. "Die selbst ernannte Kulturstadt Luzern wird zusehends kulturfeindlicher. Besonders schlimm sieht es im Bereich der Alternativkultur aus. Mit für ein Kulturhaus unmöglich einzuhaltenden Auflagen soll der Boa-Weiterbetrieb verhindert werden." Die Juso fordern darum, dass der für die Kultur verantwortliche Stadtpräsident Urs W. Studer im Fall eines Neins zum KKL zurücktreten müsste: "Verliert Stadtpräsident Urs W. Studer nach der Boa-Abstimmung auch noch die KKL-Vorlage, soll er als Kulturdirektor die Konsequenzen aus dem Kulturfiasko ziehen: zurcktreten."
Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 18.11.2003