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Freitag, 30. Januar 2004

Hügelkuppen sollen nicht überbaut werden

Luzern soll als Wohnstadt attraktiv bleiben und noch attraktiver werden: Der Masterplan schlägt neue (hochpreisige) Wohnbauoffensiven in den Gebieten Allenwinden und Lützelmatt vor. Vorerst wären allerdings Umzonungen nötig, die vermutlich zu grossen politischen Diskussionen führen würden. Kritik kommt von GB, SP und Juso. Die Grünen schreiben: "Werden die exponierten Lagen Allenwinden, Dietschiberg und Gerlisberg überbaut, droht Luzern, einen seiner Vorzüge zu verlieren, das historisch gewachsene Siedlungsgebiet zwischen und nicht auf den Hügeln um Luzern."

"Bessere Lebensqualität für alle"

Die SP schreibt: "Eine Überbauung Dietschiberg oder Allenwinden widerspricht dem Willen, eine grüne Krone zu erhalten." Die SP sieht keine Priorisierung des Wohnstandortes im gehobenen Segment. Vielmehr sieht sie "in erster Linie Verbesserungen der Lebensqualität der breiten Bevölkerung". Die Juso bedauert, dass im Masterplan der soziale Wohnungsbau völlig vergessen gehe. Gerade junge Leute seien auf günstige Wohnungen angewiesen. Und weiter: "Das Zielpublikum, das im Masterplan beschrieben ist, besteht ausschliesslich aus alten und älteren Personen. Luzern würde völlig überaltern."

Unterstützt wird die Stossrichtung "Bau von Wohnungen mit hohem Standard" von SVP, FDP und CVP. Die SVP und die CVP weisen allerdings darauf hin, dass gut betuchte Leute nur nach Luzern wohnen kommen, wenn zuerst die Steuern mit Blick auf die Nachbarkantone gesenkt werden.

rus

Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 30.01.2004