Warning: Parameter 1 to modMainMenuHelper::buildXML() expected to be a reference, value given in /var/www/vhosts/juso.ch/subdomains/luzernold/httpdocs/libraries/joomla/cache/handler/callback.php on line 100

Aktuelle Links


Warning: Parameter 1 to modMainMenuHelper::buildXML() expected to be a reference, value given in /var/www/vhosts/juso.ch/subdomains/luzernold/httpdocs/libraries/joomla/cache/handler/callback.php on line 100

Freitag, 05. Oktober 2007

Die Jungen sind wieder auf Ochsentour

Für junge Luzerner Politiker hat es keinen Platz im nationalen Parlament: Seit 1991 waren alle gewählten Nationalräte älter als 40. Doch die aufmüpfigen Jungkandidaten sind Realisten. Im gegenwärtigen Wahlkampf heisst es für sie: Hauptsache dabei.

«Da geht es ums Erlebnis. Wahlchancen rechnet man sich erst aus, wenn man älter wird», meint Konrad Graber. Der CVP-Ständeratskandidat begann seine politische Karriere in Kriens in der Jungpartei. Es reichte für einen Sitz im Einwohnerrat («jeden Monat einen Vorstoss»), später für einen im Kantonsparlament. Und am 21. Oktober vielleicht für einen im Ständerat. Wahlen gehörten zur politischen Ochsentour, auch wenn Graber das Wort nicht mag: «Man ist ja mit Lust bei der Sache.» Man knüpfe Kontakte im politischen Umfeld und bekomme Einblick in nationale Themen. Schliesslich wälze man alle Dossiers vorwärts und rückwärts. SP-Mann Georgio Pardini kann das nur bestätigen. Auch er begab sich auf die Ochsentour: Schon mit 16 trat er der Jugendgruppe der Gewerkschaft Smuv bei. Er erinnert sich: «Auf dem Sulzer-Areal verteilte ich Broschüren für Lehrlinge.» Und heute kandidiert Pardini für den Nationalrat.

Im allgemeinen Politikfieber

Fragt man bei den Präsidenten der Luzerner Jungparteien nach, spürt man das Politikfieber. Die Jungen sind gefragt für Podien und Interviews: «Man wird nie so häufig eingeladen wie jetzt kurz vor den Wahlen», sagt Pirmin Müller, Präsident der JSVP Luzern sowie National- und Ständeratskandidat.
Die Präsenz der Jungen zeigt ihre Wirkung: «Laufend neue Anmeldungen von neuen Mitglie-dern», berichtet David Roth von den Luzerner Jungsozialisten. Die Juso zählt in ihren beiden Sektionen Stadt und Amt Willisau derzeit rund 140 Mitglieder. Seine Freude ist allerdings getrübt: «Ich vermisse, dass sich die anderen Jungparteien auch dann an der Politik beteiligen, wenn die Wahlen vorbei sind.»
Tatsächlich: «Das ist ein Phänomen, das existiert», sagt Jannik Niklaus, Präsident der Jungfreisinnigen. Zwischendurch würden einfach die Kräfte fehlen, bedauert Andreas Schönbächler von den Jungen Grünen. «Denn wir können aus finanziellen Gründen nicht dauernd mit Inseraten präsent sein.»
Die Präsidenten der Luzerner Jungparteien haben sich vorgenommen, diesmal auch nach den National- und Ständeratswahlen in Sachfragen auf sich aufmerksam zu machen. Speziell bei Themen, welche die Jugend besonders betreffen.

Von Thomas Oswald

Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 05.10.2007