Dienstag, 09. Oktober 2007
Die Schüür bleibt weitere 10 Jahre bestehen
Der Luzerner Stadtrat will die Existenz des Konzerthauses Schüür sichern. Der Kauf des Areals hat aber andere Hintergründe.
"Wir freuen uns wahnsinnig. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung des Grossen Stadtrates, dann sieht unsere Zukunft rosig aus", sagen Alain Prêtre, Präsident des Schüürrates und die Geschäftsführerin Daniela Imholz. Die Freude gilt dem Entscheid des Stadtrates, der sich klar für den Weiterbetrieb des Konzerthauses bis ins Jahr 2017 aussprach. Die Jungsozialisten (Juso) hatten im 2004 die Initiative «Die Schüür bleibt!» eingereicht. Darin ging es um die Existenz- und Standortsicherung der Schüür. Die Stadt hatte die Initiative allerdings um drei Jahre sistiert. «Wir glauben, der Stadt war die Initiative sehr unangenehm. Sie wollte uns sogar dazu bewegen, sie zurückzuziehen » sagt David Roth, Präsident der Juso Luzern. Baudirektor Kurt Bieder dazu: «Das Land gehörte uns damals nicht und deshalb hat die Initiative rechtliche Probleme geboten.»Areal gekauft
Das Gelände auf dem die Schüür steht ist eigentlich nicht für die Kultur vorgesehen. Die Stadt hatte 1984 das Areal der Erbgemeinschaft Styger wegen des Strassenprojekts «Spange Süd» enteignet. Aufgrund des Rückforderungsrechts war die Existenz der Schüür stets unsicher. Nun hat die Stadt das Gelände für 2,3 Millionen Franken gekauft. «Wir haben das in erster Linie gemacht, um die Pläne für den Südzubringer nicht zu gefährden», erklärt Bieder. Der Südzubringer ist Teil des Verkehrskonzeptes, bei dem der Individualverkehr um den Stadt-kern geführt werden soll.Von Sue Bonnaire
Quelle:Punkt.ch, 09.10.2007