Dienstag, 18. Dezember 2007
Juso: Genug von der Sicherheitsdirektorin
Bei der Linken ist Feuer im Dach: Die Juso will die SP-Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer nicht länger unterstützen.
«Der unverhältnismässige Polizeieinsatz am 1. Dezember und die anschliessende Prozedur für die Festgenommenen hat das Fass zum Überlaufen gebracht», sagt Laura Vinatzer, Vorstandsmitglied der Jungsozialisten der Stadt Luzern. Wegen ähnlicher Vorfälle habe man in der Vergangenheit immer wieder das Gespräch mit der Sicherheitsdirektorin gesucht. «Doch geändert hat sich nie etwas», so Vinatzer. Die Jungpartei habe sich deshalb entschieden, Stämmer 2009 nicht mehr zur Wiederwahl zu empfehlen. Ob sie dann einen eigenen Kandidaten vorschlagen, wollte Vinatzer gestern noch offen lassen: «Sicher ist, dass wir Stämmer nicht mehr unterstützen werden.»Alice Heijman, Kopräsidentin der SP Stadt Luzern, bedauert diesen Schritt. «Wir sehen heute keinen Grund, Ursula Stämmer nicht mehr zu unterstützen», so Heijman. Allerdings müssten aus diesem Vorfall Lehren gezogen werden. Man warte deshalb noch einen allfälligen Expertenbericht ab, der von der SP gefordert wurde und vom Parlament in Auftrag gegeben werden könnte. Ursula Stämmer wollte gestern keine Stellung nehmen.
Von: Markus Fehlmann
Quelle: 20minuten (Webauftritt), 18.12.2007