Dienstag, 17. März 2009
FCL-Fans zu Unrecht auf Hooliganliste
33 FCL-Fans sind derzeit zu Unrecht in der nationalen Hooligan-Datenbank – jetzt fordern die Luzerner Jungsozialisten die Löschung der Daten und werfen den Behörden Willkür vor.
33 Fans des FC Luzern wurden letztes Jahr von der Luzerner Kantonspolizei mit einem Rayonverbot belegt. Mittlerweile hat das zuständige Gericht sie zwar freigesprochen, trotzdem sind sie noch in der nationalen Hooligan-Datenbank erfasst. Für den Luzerner Juso-Grossstadtrat David Roth völlig unverständlich: «Ich verlange, dass die Daten von unschuldigen Fans aus der Datenbank gelöscht werden», so Roth gegenüber 20 Minuten.
Doch damit nicht genug: Roth stösst vor allem die geplante Einführung des Hooligan-Gesetzes (siehe Box) sauer auf, das bereits seit der Euro 08 vorübergehend in Kraft ist. Roth wirft der Polizei vor, bei Rayonverboten willkürlich vorzugehen – bestätigt sieht er seinen Vorwurf durch eine Aussage von Kapo-Kommandant Beat Hensler im Regionaljournal Zentralschweiz. Dort sagte Hensler: «Das Gesetz ist so angelegt, dass es auch einen erwischen kann, der wirklich nichts gemacht hat und dummerweise da hineingeraten ist.» Den Vorwurf der Willkür wies Hensler gestern auf Anfrage von sich: «Es gibt Rechtsmittel, um das zu überprüfen.»
von Guy Studer
Quelle: 20min.ch, 17.03.2009