Montag, 30. März 2009
Juso-Kandidat tritt gegen Bieder an
Der 23-jährige David Roth kandidiert am 14. Juni 2009 für den Luzerner Stadtrat. Die Junge SVP kritisiert diesen Schritt scharf und spricht von einem Hohn.
«Der Luzerner Stadtrat braucht dringend eine Politik, die die Interessen der Bevölkerung besser vertritt», sagt David Roth. Der 23-Jährige kandidiert darum am 14. Juni 2009 für einen Sitz für die Juso und Second@s Plus. Dem Studenten ist vor allem CVP-Baudirektor Kurt Bieder ein Dorn im Auge: «Er nimmt keine Rücksicht auf eine nachhaltige Wohnbaupolitik», so Roth. Zudem seien ihm die Förderung des öffentlichen Verkehrs und der Ausbau der Velowege unwichtig. «Nie wieder Bieder», lautet deshalb Roths Devise.
Die anderen Parteien sehen Roth als chancenlos. «Seine politische Erfahrung genügt für diese Aufgabe nicht», sagt CVP-Fraktionschef Markus Mächler. Und auch bei der FDP, der SVP und selbst der SP zittert niemand vor dem Jungpolitiker. Für die Junge SVP verhöhnt Roth gar die ernst zu nehmenden Kandidaten. «Ein Mitorganisator von illegalen Aktionen wie Hausbesetzungen gehört nicht in ein Exekutivamt», so Präsident Anian Liebrand. Roth räumt ein: «Meine Chancen für den Stadtrat sind schlecht.» Doch mit seiner Kandidatur erschwere er Baudirektor Bieder die Wiederwahl im ersten Wahlgang.
von Barbara Senn
Quelle: www.20min.ch, 30.03.2009