Mittwoch, 21. November 2007
Stimmrecht: Juso fischt nach Unterschriften
Die Luzerner Jungsozialisten wollen das Stimmrechtsalter auf 16 Jahre senken. Morgen starten sie die Unterschriftenjagd.
«Die 16-Jährigen übernehmen schon jetzt viel Verantwortung im Leben und Beruf. Deshalb trauen wir ihnen zu, politische Entscheide selbständig zu fällen », begründet Sebastian Dissler, Vorstandsmitglied der Juso Luzern. Mit dieser Meinung sind die Jungsozialisten nicht alleine.Ins gleiche Horn blasen auch die Jungen der CVP und der Grünen. Keine Vorteile können die Jungfreisinnigen der Forderung abgewinnen. Jannik Niklaus, Präsident Junge FDP: «Grundsätzlich sind wir nicht dagegen, setzen uns aber auch nicht dafür ein. Wir glauben, dass das Bedürfnis zu wenig vorhanden ist.»
Stimmen gehen baden
Die Unterschriftensammlung startet morgen Mittag vor dem Luzerner Theater. Dabei werden Jugendliche symbolisch ihre Stimmcouverts in die Reuss werfen, um sie dann wieder herauszufischen. Dissler. «Wir wollen damit zeigen, wie viele Stimmen heutzutage baden gehen. Und wir wollen sie retten.»Laut dem kantonalen Amt für Statistik gibt es zurzeit 4090 stimmberechtigte 16-Jährige in Luzern. Grosse Auswirkungen auf die Stimmbeteiligung oder die Resultate hätte die Senkung des Stimmrechtsalters nicht. Dissler: «Das spielt keine Rolle. Diejenigen die abstimmen wollen, sollten es zumindest können.»
Von Sue Bonnaire
Quelle:Punkt.ch (Webauftritt), 21.11.2007