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Montag, 15. Juni 2009

 

Elf Littauer schaffen es ins Parlament

Fast ein Viertel des neuen, 48-köpfigen Parlaments stammt aus Littau. Gross ist die Vertretung vom Littauerberg.

Acht Sitze im Parlament müssten nach Littau gehen, rechnete Littaus Gemeindepräsident Josef Wicki kurz vor Bekanntgabe der Wahlresultate vor. «Sonst sind wir untervertreten.» Seine Erwartungen wurden übertroffen. Elf Littauer sitzen neu im Grossen Stadtrat, vier von der CVP (Ernst Zimmermann, Markus Helfenstein, Agnes Keller-Bucher, Andrea Mathys-Imhof), je zwei von SP (Theres Vinatzer, Luzia Mumenthaler), FDP (Josef Wicki, René Baumann) und SVP (Daniel Erni, Othmar Geisseler) und eine von der Juso (Nina Laky).
Das beste Resultat der Littauer erreichte Ernst Zimmermann von der CVP mit 6163 Stimmen. «Darüber bin ich sehr überrascht», strahlte der frühere Littauer Einwohnerratspräsident. «Das Konzept mit einer gemeinsamen Liste hat sich offenbar bezahlt gemacht.» Auf Anhieb gewählt wurde Agnes Keller-Bucher. «Ich freue mich sehr, dass ich den Littauerberg vertreten darf», sagte Keller. Und sie ist nicht die Einzige, die das grossräumige, aber bevölkerungsarme Gebiet im Stadtparlament einbringt.

Neben Keller wurden auch Othmar Geisseler von der SVP Littau und Gemeindepräsident Josef Wicki von der FDP gewählt. Othmar Geisseler führt dies darauf zurück, dass «wir im Littauerberg sehr aktive Leute sind, Selbstständigerwerbende und mit hoher Stimmbeteiligung». Er selbst hat nach eigenen Angaben nicht mit einer Wahl gerechnet. «Wir hatten eine gute Liste, da hätte jeder gewählt werden können», sagte Geisseler. Noch mehr gefreut hätte es ihn, wenn von der SVP Littau noch ein Gspändli mit nach Luzern gezogen wäre. Immerhin: Mit Daniel Erni ist ein Littauer auf der Stadtliste der SVP gewählt worden.

Gemeindepräsident als Zugpferd
Wie die SVP Littau zog auch die FDP Littau mit einer eigenen Liste in den Wahlkampf. Gerade das Resultat von Josef Wicki hat den Littauer FDP-Präsidenten Armin Camenzind besonders gefreut: «Wicki war sicherlich unser Zugpferd. Wir freuen uns über unsere beiden Sitze und haben das Ziel erreicht», so Camenzind.
Zufriedenheit auch bei SP-Co-Präsidentin Luzia Mumenthaler, die selbst auf der SP-Liste unter die ersten vier kam. «Die Wähler haben sicherlich den Anspruch, dass wir die künftigen Stadtquartiere Reussbühl und Littau in der vereinigten Stadt vertreten. Bei den nächsten Wahlen in drei Jahren wird es wohl wieder anders aussehen», sagt Mumenthaler.

Christian Bertschi

Quelle: Neue LZ, 15.06.2009