UG-Bar soll wieder öffnen
Dienstag, 19. Januar 2010
UG-Bar soll wieder öffnen
Die UG-Bar im Keller des Stadthauses ist seit Mai 2009 geschlossen. Dies stösst nun auf politischen Widerstand. SP, Juso, Grüne und Junge Grüne fordern den Stadtrat auf, die Räumlichkeiten wieder voll nutzbar zu machen. «In Zeiten rar werdender Kulturräume ist die Stadt Luzern gefordert, sich für die Nutzung der wenigen verbleibenden Räume einzusetzen», begründen sie im Postulat. «Möglichst viele Kulturveranstalter, nicht nur das Luzerner Theater, sollen den Raum nutzen können», betont einer der Postulanten, SP-Grossstadtrat David Roth.
Gewaltige Sanierungskosten
Die beliebte UG-Bar war geschlossen worden, da feuerpolizeiliche und gastgewerbliche Mängel festgestellt worden waren. Um diese Mängel zu beheben, seien «gewaltige Sanierungskosten von mehreren hunderttausend Franken nötig», teilte nach Bekanntwerden der Schliessung das Luzerner Theater mit. Dieses hat den UG-Raum von der Stadt gemietet und nutzt ihn als Aussenbühne.
«Der Kulturbetrieb mit den Theateraufführungen ist seither aber uneingeschränkt weitergeführt worden», sagt Patrick Brüniger vom Gebäudemanagement der Stadt Luzern. Die auf maximal 80 Besucher beschränkte Kapazität im UG-Theater soll zudem noch im Verlauf dieses Jahres auf 100 erhöht werden. Dafür braucht es eine Ergänzung der Brandmeldeanlage und die Optimierung der Fluchtwegsituation, erklärt Brüniger. «Diese Massnahmen kosten einige zehntausend Franken und sind im Rahmen der geplanten sicherheitstechnischen Sanierung des Stadthauses vorgesehen», so Brüniger.
WCs müssten getrennt werden
Auch ein reduzierter Barbetrieb «unmittelbar vor und nach Theateraufführungen» ist gemäss Brüniger im UG schon jetzt möglich. Um die gastgewerblichen Auflagen für einen vollen Barbetrieb zu erfüllen, müssten aber beispielsweise die Damen- und Herren-WCs getrennt und eine neue Lüftungsanlage eingebaut werden. «Das wäre sehr teuer und ist zum Teil schwierig zu realisieren», sagt Brüniger. «Es ist zudem nicht Sache des Eigentümers Stadt Luzern, sondern des Betreibers.»
Hugo Bischof
Quelle: Neue LZ, 19.01.2010