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Donnerstag, 07. Januar 2010

Übergangslösung für Lehrabgänger


str. Die Stadt Luzern soll im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit mit positivem Beispiel vorangehen. Das fordern David Roth und Ylfete Fanaj in einem Postulat, das sie namens der SP-Fraktion im Herbst eingereicht haben. Die Stadtverwaltung soll ihre eigenen Lehrlinge nach Abschluss der Lehrzeit weiterbeschäftigt, falls jene keine Stelle gefunden haben. Dies soll jeweils für mindestens zwei Jahre gelten.

150 000 dafür genehmigt
Der Stadtrat gibt den Postulanten in seiner Antwort Recht. Allerdings brauche es momentan keine weiteren Massnahmen, da man schon im Sommer 2009 auf die Situation reagiert habe. Der Stadtrat genehmigte nämlich im Juni auf Antrag der Personalabteilung einen Nachtragskredit von 150 000 Franken zur Schaffung von zusätzlichen Stellen für zehn Lehrabgänger. Von den 39 abschliessenden Lehrlingen haben schliesslich 4 von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

Bis zu zwei Jahren verlängern
Diese Sonderanstellung dauert sechs Monate und kann jeweils um die gleiche Periode verlängert werden - bis maximal zwei Jahre. «Für die vier betroffenen Personen ist die Anstellung inzwischen verlängert worden», sagt Personalleiter Beat Däppeler.

Die Postulanten sind mit der Antwort des Stadtrats zufrieden. «Auf diese Weise können Abgänger die wichtige Berufserfahrung erlangen», sagt David Roth.
Die Stadt Luzern bildet insgesamt 107 Lehrlinge in 20 Berufen aus. Im letzten Sommer ist dabei der KV-Bereich um zwei Stellen erweitert worden. Zudem kamen zwölf Stellen in den neu geschaffenen Berufsbildern Fachangestellte Gesundheit, Fachangestellte Beratung, Fachmann Betriebsunterhalt und Hauswirtschaft hinzu.

Quelle: Neue LZ, 07.01.2010