Montag, 15. März 2010
Geissmättli hätte Kulturbüro werden sollen
Nun geht etwas mit dem seit langem leer stehenden ehemaligen Restaurant Geissmättli an der St.-Karli-Strasse in Luzern. Doch in die komplett falsche Richtung, findet David Roth.
Das zwischenzeitlich als Fixerraum betriebene Gebäude soll wieder als Restaurant genutzt werden – ein entsprechendes Baugesuch liegt seit dem 5. März auf. «Ein Vertrag mit einem Wirt ist abgeschlossen», sagt Stefan Christen, Leiter Finanzliegenschaften der Stadt. Bei den Umbauten, die rund 100'000 Franken kosten, handelt es sich hauptsächlich um Arbeiten, die das Restaurant behindertengerecht machen. Geht alles nach den Wünschen der Stadt, liegt die Bewilligung Ende Mai vor, sodass im Sommer die Arbeiten ausgeführt werden können. Dann könnte im September/Oktober das Lokal eröffnet werden.
Keine Antwort von Stadtverwaltung?
Doch das freut nicht alle. Grossstadtrat David Roth hat namens der SP/Juso-Fraktion zusammen mit Monika Senn Berger und Stefanie Wyss die Dringliche Interpellation «Wie verlief die Vergabe des Geissmättli?» eingereicht. Gemäss ihm hätten Einzelpersonen vor einem das Projekt «Kulturbüro Zentralschweiz» bei der Stadtverwaltung eingereicht. Dieses Projekt sei in den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants Geissmättli geplant gewesen. Die Initianten dieses Projektes hätten nie etwas von der Stadtverwaltung gehört. Dieses Vorgehen des Stadtrates, insbesondere der Baudirektion, wird von den Unterzeichnern in einem Schreiben an die Medien als «untragbar» bezeichnet. Nun möchte Roth unter anderem genauer wissen, weshalb dies so gelaufen sei.
scd/red
Quelle: zisch.ch, 15.03.2010