Warning: Parameter 1 to modMainMenuHelper::buildXML() expected to be a reference, value given in /var/www/vhosts/juso.ch/subdomains/luzernold/httpdocs/libraries/joomla/cache/handler/callback.php on line 100

Aktuelle Links


Warning: Parameter 1 to modMainMenuHelper::buildXML() expected to be a reference, value given in /var/www/vhosts/juso.ch/subdomains/luzernold/httpdocs/libraries/joomla/cache/handler/callback.php on line 100

Dienstag, 17. Oktober 2000

Volksmotion zur Wärchhof-Rettung

Die Jungsozialisten lancieren die erste Volksmotion in der Stadt Luzern zur Rettung des Jugend- und Freizeithauses Wärchhof.

Die neue Gemeindeordnung der Stadt Luzern bringt einige Neuerungen. So kann seit dem 1. September 2000 beispielsweise jeder Bürger und jede Bürgerin mit einem Antrag direkt ans städtische Parlament gelangen. Voraussetzung ist, dass dafür 100 Unterschriften gesammelt werden. Die Jungsozialisten der Stadt Luzern, die Jungpartei der SP, machen nun als Erste von diesem neuen Volksrecht Gebrauch.

"Klammheimliche Abschaffung"

Sie wollten mit ihrer Volksmotion "die klammheimliche Abschaffung des einzigen zentralen Jugendtreffs der Stadt verhindern", schreibt die Juso Stadt Luzern in einer Medienmitteilung. Obwohl schon seit langem geplant sei, dass der Wärchhof der Wohnüberbauung Tribschen weichen müsse, lasse sich der Stadtrat "viel Zeit auf der Suche nach anderen Räumlichkeiten".

Dass es ein solches Jugendhaus weiterhin geben müsse, sei bisher scheinbar unbestritten gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter, doch "die Regierung schweigt sich über einen neuen Standort aus". Es sei nicht einmal bekannt, wie lange es den jetzigen Wärchhof noch gebe: "So ist es den Betreibern unmöglich, längerfristige Projekte zu planen."

Möglichst rasch neuer Standort

Ab 2001, wenn mit dem Bau der Wohnanlage begonnen wird, könne der Wärchhof jederzeit geschlossen werden. "Um einen unterbruchfreien Weiterbetrieb zu gewährleisten", folgern die Jungsozialisten, "muss also möglichst rasch ein neuer Standort gefunden werden." Die Volksmotion will denn auch in erster Linie die Politiker dazu auffordern, "die Standortfrage des Wärchhofs endlich zu lösen".

Keine Integration in Boa

Die Jungsozialisten wehren sich auch gegen allfällige Pläne der Stadtregierung, den Wärchhof in das Boa-Gebäude zu integrieren. "Die Boa ist ein reines Kulturhaus", heisst es von Juso-Seite, "und hat seine eigene Geschichte." Es sei problematisch, "in der von bürgerlicher Seite oft verunglimpften Liegenschaft nun ein Jugendhaus zu eröffnen, das alle jungen Bevölkerungsschichten ansprechen soll". Zudem solle die Kulturstadt Luzern "ihrem Namen gerecht werden und Platz für Jugendkultur und auch Alternativkultur bieten, was bei weitem nicht dasselbe ist".

Möglichst viele Unterschriften

Die Jungsozialisten beginnen in den nächsten Tagen mit der Unterschriftensammlung. "Hundert Unterschriften sind keine hohe Hürde, die werden wir sehr schnell zusammenhaben", meinte JusoSprecher Marcel Budmiger auf Anfrage. Ziel sei es, weit mehr als die nötigen Unterschriften zusammenzubringen, um die Dringlichkeit des Anliegens bei den Politikern zu unterstreichen. Budmiger rechnet damit, dass die Volksmotion in ungefähr vier Wochen im Grossen Stadtrat eingereicht werden kann. "Danach", so hofft er, "wird das Parlament möglichst bald darüber debattieren."

Hugo Bischof

Quelle: Neue Luzerner Zeitung, 17.10.2000